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Silvine Hoffmann,
10 Juli 2007
South Africa
, Stellenbosch
Hallo liebe Leute.
Es ist wahrlich viel passiert. Ich hatte einen wunderschoenen Urlaub, zusammen mit dem Martin und einem Automatikmietwagen, der, je nach Lust und Laune, entweder citrusgelb oder hellgruen war.
Man koennte annehmen letzteres sei perifere information, dennoch ist es uns mit dieser Tatsache gelungen die nord- Suedafrikanische und auch Mozambiquanische Polizei voellig zu verwirren. An der Grenze muss man naemlich immer aufschreiben welche Farbe das eingefuehrte Fahrzeug hat. Und weil wir uns hierueber nicht einig werden konnten, sind wir jetzt an zahlreichen Grenzuebergaengen mit einem citrusgelbem/gruenen/gelb-gruenen/eventuell okker-farbenem Fahrzeug registriert. Bei der Zollkontrolle fragte der Grenzbeamte dann auch, ob wir eben unser -Blick auf die Papiere- "citrusgelbes/gruenes/gelb-gruenes/eventuell okker-farbenes Fahrzeug rechts ran bewegen koennten...Stellt euch vor wie praktisch das fuer eventuelle Verfolgungsjagten ist: "Achtung,achtung. An alle Einheiten. Folgen sie sofort einem citrusgelbem/gruenen/gelb-gruenen/eventuell okker-farbenem Fahrzeug, welches sich in noerdlicher Richtung zu schnell bewegt....." Bis das durchgesagt ist, sind wir doch leangst weg! Leider blieben das nicht unsere einzigen Begegnungen mit der Polizei. In Mozambique mussten wir sehr schnell lernen, dass auch Palmen Gefuehle haben, und das man deshalb nicht einfach mit teuflischen 80 Sachen durch das 60 Gebiet brettern darf. Auch nicht, wenn man schon seit Stunden keinen Menschen mehr gesehen hat und sich deshalb fragt, warum eigentlich hier ein 60-Gebiet ist. Es muss aus Ruecksicht auf die Palmengefuehle sein...Der Polizist jedenfalls war nicht besonders beeindrukt von der Farbe unseres Autos. Er war sogar einbisschen angenervt, weil wir kein Portugiesisch sprechen konnten, und Englisch nicht so seine Staerke war. Erst sah es so aus als koennten wir nur mit Haenden und Fuessen kommunizieren, aber als es zur Kommunikation des Bussgeldes kam, sagte der Handredner auf einmal sehr verstaendlich :" That costs you 1000 Meticais, or 350 Rand, or 35 Euro, or 30 US-Dollars. You can pay cash or credit-card." Hm, bei dem Satz hat er wohl in der Schule besonders gut aufgepasst.
Aber statt hierueber frustriert zu sein, haben wir uns lieber ueber die schoene Natur gefreut. Ueberall Palmen und Djungel...jede Minute haette Mogli auftauschen koennen. Ueberall kleine, huebsche Tierchen, alles idyllisch. Hat mich sehr an Indien erinnert, wo ich es doch auchschon so schoen fand, bloss war hier kein Muell ueberall. Und dann die Straende, eingedicht von weiss und tuerkies. Wir haben uns gleich mal in unserer privaten Strandhuette eingemietet und fuer eine Woche nur noch frischen Fisch gegessen. Garnelen, und noch mal Garnelen. Und in den doerflichen Gegenden scheint es nur noch wenig Analphabetismus zu geben. Ueberall und immer wenn manirgendwo hinfaehrt, kommen einem naemlich Massen von Kindern in Schuluniform entgegen. Die kommen dann logischerweise, oder gehen zur: Schule. Morgens um 8:00, um 9:00 und um 10:00, abdends um 18:00, 19:00 und 20:00, nachts um 2:00, 3:00 und 4:00. (???). Und wenn alle immer so fleissig zur Schule gehen, dassselbst der Autoverkehr zu jeder Tages-undNachtzeitlahmliegt, dann kann da ja keiner mehr Analpfabeet sein. (Alternatieve Erklaerung koennte auch sein, dass die einfach keine anderen Klamotten haben.) Dennoch war es wundertoll in Mozambique. Die Menschen waren sehr nett, schwarz und weiss. Und alles war irgendwie puppenhausniedlich; keine dreckigen townships,und trotz bescheidener Lebensverhaeltnisse in kleinen Basthuettchen, sahen die Doerfer sauber und gepflegt aus, wie auch die Menschen. Wir konnten Einheimische Anhalterfahrer einfach mitnehmen, ohne dass uns irgendwelche Gliedmassen abgeschnitten wurden (sonst waere tippen jetzt auch schwierig), und ja, alle moeglichen, anderen verzueckten Kommentare uber die Schoenheit des Landes liegen mir auch noch auf den Fingern. Aber es hilft eigentlichnix, ihr muesst da mal hin. (nur nicht in das Stueck wo 'Strasse mit Schlagloechern' aufhoert und 'Schlagloecher mit Strasse' beginnt.
Soll ich es erst mal wieder lassen fuer heute? Ihr lest es ja doch nicht, wenn es so ein mega text ist. Schreib ich lieber naechste Woche weiter, ueber nord-Suedafrika und Swaziland mit dem nackten Bierbauchkoenig.
Dooei! Die Silvi.
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